Gemeinde Apen
Die Gemeinde Apen ist die westlichste und mit 11.001 Einwohnern (Stand: 31.12.2006) die bevölkerungsmäßig zugleich kleinste Gemeinde des Ammerlandes. Sie liegt im Zuflussgebiet der Ems und damit noch im tideabhängigen Bereich. Ebbe und Flut wirken sich hier mit etwa 1 m Höhenunterschied aus. Umfangreiche Deichsicherungsmaßnahmen in den letzten Jahrzehnten haben erreicht, dass das Gemeindegebiet in den Wintermonaten nicht mehr großflächig überschwemmt wird. Der größte Teil des Oberflächenwassers des Landkreises Ammerland fließt durch die Gemeinde Apen.
Die zahlreichen natürlichen Flussläufe sowie die Fehn-Kanäle locken in der Sommerzeit unzählige Urlaubs- und Feriengäste in die Gemeinde. Gäste, die Ruhe und Erholung suchen, sich insbesondere für den Angelsport interessieren, kommen immer gern hierher. Historische Berühmtheit erlangte Apen durch seine oldenburgische Festung, die jedoch um 1780 abgebrochen wurde. Nur der ehemalige Festungsgraben ist noch vorhanden. Der Ort Apen selbst ist Sitz der Gemeindeverwaltung und hat etwa 2.200 Einwohner. Die ehrwürdige alte Kirche mit Glockenturm und die von dem berühmten Holzbildschnitzer Ludwig Münstermann geschaffenen Kanzel steht auch heute noch im Mittelpunkt des Ortsbildes. Aus dem ehemals überwiegend landwirtschaftlich orientierten Dorf ist mit Hilfe des Dorferneuerungsprogrammes ein beliebter Wohnort geworden. Hier gibt es ein attraktives Gewerbegebiet mit leistungsfähigen Betrieben; erschlossene Wohngebiete sowie günstige Gewerbeflächen stehen für Bauwillige bereit.
Größte Ortschaft mit ca. 2.700 Einwohnern ist die erst 1850 gegründete Fehnkolonie Augustfehn.
Augustfehn I hat sich zu einem modernen Einkaufsort entwickelt, der ebenfalls über eine hohe Wohnqualität verfügt. Nicht nur aus dem eigenen Gemeindebereich, sondern auch aus den angrenzenden Gemeinden kommen die Käufer der Güter für den täglichen Bedarf. Augustfehn II und III dagegen sind noch typische Fehnkolonien. Langgestreckt ziehen sich die schmalen Moorkolonate beiderseits des sanierten Augustfehn-Kanals mit Treidelpfad bis hin zur Gemeindegrenze in Ihausen.
Der Auobahnzubringer zur Küstenautobahn Oldenburg - Leer - Niederlande hat der Wirtschaftskraft und der Verbesserung der gemeindlichen Wirtschaftsstruktur neue Impulse gebracht.
Das ca. 50 ha große Gewerbegebiet wird der Erhaltung und Sicherung der Arbeitsplätze des Ortes dienen.
Wer das Ursprüngliche sucht, ist in Apen richtig. Wunderschöne alte Baumbestände, zahlreiche Kanäle, Bäche und Flüsse, typische natürliche Moorlandschaften und kleine Ortschaften laden den Besucher ein. In der Gemeinde Apen kann man vielerorts noch die plattdeutsche Sprache hören. Die Orte Klauhörn und Roggenmoor kann man als Hochburgen der Boßeler, einer hier weitverbreiteten Sportart, bezeichnen. Hengstforde mit seinem überregional bekannten beheizten Freibad und der wiederaufgebauten Windmühle lädt zum Verweilen ein. Sie können sich auch in der Mühle trauen lassen.Ausgezeichnete Gastwirtschaften, Hotels, ein Campingplatz und vieles andere mehr stehen dem erholungssuchenden Urlaubsgast zur Verfügung, - ein Paradies für Spaziergänger, Wanderer, Angler und Naturliebhaber.


