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Gemeinde Edewecht

Edewecht, erstmals im Jahre 1150 urkundlich erwähnt, gehört zu den ältesten Ortschaften des Ammerlandes und stellt in seinem Siedlungskern das längste Reihendorf alter Art auf der nordwestdeutschen Geest dar.

Während des Mittelalters wuchs das landwirtschaftlich strukturierte Edewecht, musste aber insbesondere im Rahmen der sog. Münsterschen Fehden mehrere Rückschläge hinnehmen. Bemerkenswert ist sicherlich, dass im 19. Jahrhundert in Edewecht gebaute Schiffe auch die Weltmeere durchkreuzten.

Weitere wichtige Daten aus der Geschichte Edewechts sind die Erschließung von Hochmoorkolonien ab 1910, die Gründung verschiedener Torfwerke und Moorgutgesellschaften, die die wirtschaftliche Entwicklung der Gemeinde stark förderten, sowie der Ausbau des Küstenkanals zum Schiffahrtsweg im Jahre 1935.

Zu Beginn des Zweiten Weltkrieges, der insbesondere in den letzten Kriegstagen große Verluste an Menschenleben und schwere Schäden für die Gemeinde brachte, lebten etwa 7.100 Menschen in Edewecht. Heute beträgt die Einwohnerzahl 21.013 (Stand: 31.12.2006), so dass auch hieran abgelesen werden kann, welch positive Entwicklung Edewecht in den letzten Jahrzehnten genommen hat. Sicherlich ist dies auch auf die Erschließung einer Vielzahl von Baugrundstücken durch die Gemeinde zurückzuführen. Da die Bauplatzreserven der Gemeinde fast zur Neige gegangen sind, wird die Ausweisung neuer Baugebiete vorbereitet, um möglichst vielen Bürgern den Wunsch nach den "eigenen vier Wänden" zu ermöglichen.

Edewecht konnte sich aus kleinsten Anfängen heraus in relativ kurzer Zeit zu einer Wirtschaftsgemeinde entwickeln. In seinen Grenzen beherbergt Edewecht mehrere in der Nahrungsmittelbranche tätige Firmen, deren Produkte sowohl national als auch international Anerkennung finden. Maßgeblich gefördert wurde diese Entwicklung durch die Ausweisung des Industriegebietes in Edewecht, in dem bislang über 600 Arbeitsplätze geschaffen werden konnten. Hier sind neben kleineren auch mittelständische Spezialbetriebe der Metallindustrie ansässig. Als Ergebnis dieser Bemühungen um die Wirtschaftsförderung können heute eine stattliche Zahl wohnortnaher Arbeitsplätze für die Bürger angeboten werden.

Aus Sicht der Gemeinde Edewecht stellt der Umweltschutz eine große Herausforderung dar. An erster Stelle ist hier sicherlich die Abwasserbeseitigung zu nennen. Durch die Privatisierung dieser Einrichtung wurde ein leistungsfähiger und kompetenter Partner gefunden, der die Gewähr für eine zuverlässige Erledigung dieser wichtigen Aufgabe bietet.

Edewecht ist als sportfreudige Gemeinde bekannt. Es gibt fast keine Ortschaft, die der Bevölkerung nicht wenigstens einen Sportplatz zur Verfügung stellen kann. Mehrzweckhallen, Turnhallen, Tennishalle und -plätze, Frei- und Hallenbad, ein größeres Stadion runden das Angebot ab und bilden die Basis für ein reges Vereinsleben.

Das schulische Angebot reicht von der Grundschule über die Orientierungsstufe bis hin zur Realschule, nicht zu vergessen die Sonderschule für lernbehinderte Kinder. Für Kinder im Vorschulalter stehen in Edewecht und Friedrichsfehn (Träger: Evangelisch-lutherische Kirchengemeinde Edewecht) Kindergärten zur Verfügung.

Aber auch an die älteren Mitglieder unserer Gesellschaft ist gedacht: Ein Alten- und Pflegeheim sowie zahlreiche Altenwohnungen wurden geschaffen. Vor einigen Jahren wurde die Sozialstation ins Leben gerufen. Sie ist immer dann Ansprechpartner, wenn durch Krankheit "Not am Mann" ist.

Seit kurzem bemüht sich die Gemeinde auch zusammen mit dem Fremdenverkehrsverein Edewecht e. V. um den Tourismus; eine Aufgabe, die für die Zukunft eine positive Entwicklung erwarten lässt.

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